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0999/VIII – Fortsetzung des Trauerspiels um das Gedenken an die Mauertoten

Ergänzender Redebeitrag am 18.10.18 für den Antrag 0999/VIII – Schweigeminute zum Gedenken an die Mauertoten – vom 23.08.18 von Joachim Nedderhut

Nachdem im Kulturausschuss der Antrag der AfD von den Vertretern der SPD, der Linken und der CDU gegen die Stimmen der AFD abgelehnt worden war, stand er am 18.10.2018 zur Abstimmung auf der Tagesordnung der BVV .

Überraschend brachte die CDU dort einen Änderungsantrag ein. Was unseren Redner, Herrn Nedderhut, aber nicht abhielt, noch einmal für seinen Ursprungsantrag zu werben. Mit den folgenden Worten:

Die BVV möge beschließen, anlässlich des Mauerbaus am 13.August 1961 jeweils die erste BVV Sitzung nach der Sommerpause mit einer Schweigeminute zu Ehren der Mauertoten zu beginnen.  Soweit der Ursprungsantrag 0999/VIII.
Wir wissen nicht wie Konrad Adenauer, Richard von Weizäcker oder Helmut Kohl, hier stellvertretend genannt für eine sehr große Anzahl von hervorragenden Persönlichkeiten der CDU, auf diesen Antrag reagiert hätten. Wir haben hier nur die meiner Meinung nach etwas diffusen Ausführungen des Herrn Hermann (CDU) zu diesem Antrag vernommen. Wer nicht mehr weiß, was er gesagt und wie er sich ausgedrückt hat, kann sich ja nochmal die Audiodatei anhören.
Eines scheint mir gewiß, Worte wie  „inflationär“ oder „Parlament des Schweigen“ wären den oben genannten ehrbaren Politkern der CDU im Zusammenhang mit einer geplanten Ehrung für die Mauertoten der SED Regimes nie über die Lippen gekommen.

Sind wir wirklich schon so weit, dass diese Opfergruppe aus der langen Liste von kommunistischen Mordtaten nur noch eine Randnotiz am Volkstrauertag sind? Ich meine nein!
Zumindest für einen Zeitraum von 30-50 Jahren muss ihrer, der Mauertoten, noch zwingend würdevoll und herausragend gedacht werden, denn solange, in Anlehnung an Wolfgang Staudte, „sind die Mörder noch unter uns“!
Ich bitte trotz der Ablehnung im Kulturausschuss um Ihre Zustimmung zu meinem Antrag.
Natürlich wurde der Antrag von den Kartellparteien abgelehnt. Die Linken sind ja mittlerweile sogar auf Bundesebene für die CDU ein möglicher Koalitionspartner.
Was werden die Angehörigen der „Mauertoten“ über das Verhalten von Rot2Schwarz denken?

Joachim Nedderhut