Bezirksbürgermeisterin rechtfertigt damaligen Abriß leerstehender Gebäude

Unsere Bezirksbürgermeisterin Frau Pohle rechtfertigte in einem Interview vor einigen Wochen den Abriss von Kitas und anderen leerstehenden Gebäuden nach dem Jahr 2000.  Unerwähnt lässt sie, dass schon vor der Wende durch Soziologen an der Humboldt-Universität dieser vorübergehende Kindermangel auf Grund der Besiedelung mit im wesentlichen einer Generation vorausberechnet wurde. Klar war also, dass nach einer Übergangsfrist wieder Bedarf an Einrichtungen für Kinder sein würde.

Nicht in den Kopf kommt Frau Pohle, dass es gar nicht nötig war, die Kitas leer stehen zu lassen. Vermietung an wohnverträgliches Gewerbe hätte den Leerstand verhindert und die Wirtschaftskraft des Bezirkes gestärkt.  Gleichzeitig hätte der Bezirk Kosten für Bewachung und Abriss gespart. Das wäre ein Beispiel für kluge Kommunalpolitik gewesen. Ob dies wegen der aus DDR-Zeiten überkommenen ideologisch bedingten Ablehnung privater Wirtschaftstätigkeit nicht gemacht wurde, ist nicht von Belang. Festzuhalten ist aber, dass Menschen mit einer solchen kommunalpolitischen Vergangenheit der AfD nicht die Fähigkeit zur Kommunalpolitik absprechen sollten. Genau das tat Frau Pohle aber.

Da ging einfach der Hang zum AfD-Diffamieren mit ihr durch. Und sie hoffte wohl, dass viele Leser der Berliner Zeitung die vielfältige kommunalpolitische Tätigkeit der AfD-Fraktion in der BVV unseres Bezirkes nicht mitbekommen haben. Leser unserer Homepage konnten da einen ganz anderen Einblick gewinnen. Unsere AfD-Fraktion ist jedenfalls zuversichtlich, dass auch wegen unserer kommunalpolitischen Arbeit die AfD bei der nächsten BVV-Wahl stärkste Partei wird – zum Wohle von Marzahn-Hellersdorf.

Werner Wiemann

(Berliner Zeitung, Nr. 115, Montag, 20. Mai 2019, S. 12: Interview „Wenn es knirscht, muss man reden“ mit Frau Pohle, geführt von Sabine Deckwerth)


Nachtrag:
Uns erreichte eine Leserzuschrift aufgrund dieses Artikels:
Es wird immer noch alles platt gemacht. Eine seit Jahren leerstehende Schule weicht nun Wohnungen, aber kurioser Weise ohne Neubau von Schule und Kitas. Seht euch den Bebauungsplan zwischen Zossener Straße und Gut Hellersdorf an. Könnte nur … (Zensur-Piep)!“
Der Leser sendete uns diese beiden Bilder.
Wir empfahlen diesem und empfehlen auch allen anderen unzufriedenen Bürgern, ihren Unmut nicht herunterzuschlucken oder am Biertisch zu artikulieren. Sondern richtigerweise im Rahmen der Bürgerbeteiligung am ausgelegten B-Plan oder in der Bürgerfragestunde der BVV vorzutragen. Gern helfen wir Ihnen dabei.
Wenn das alles nicht ausreicht – die nächsten Wahlen sind spätestens 2021.

Unseren Standpunkt  zur Wohnverdichtung in MaHe legten wir im Oktober 2018 dar.