Kategorie: Kulturausschuss

einstürzendenden Siegessäulen – Kunst oder Propaganda?

„Bei der feierlichen Einweihung des Repair Cafe am Donnerstag, dem 25. Oktober 2018, von 15 bis 18 Uhr im Gemeinschaftsgarten HELLE OASE … wird die Siegessäule von Künstlerinnen, Künstlern und Jugendlichen der Hellersdorfer Jugendclubs »eastend« und »U5« errichtet… und gestürzt! Auf dem temporäre Sockel präsentieren junge Hellersdorferinnen und Hellersdorfer auf selbstgemalten Transparenten ihre Meinungen zum aktuellen Leben in Berlin.

Soweit aus der Pressemitteilung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf!

Angeblich handelt es sich um eine Siegessäule im fernen Paris, die keiner kennt, weil Aufständische sie bereits 1871 einrissen. Die verwendete Nachbildung ähnelt jedoch auffallend unserem Berliner Wahrzeichen auf dem Großen Stern. Die Göttin Viktoria wird als Einhorn dargestellt.

Es wird also die Nachbildung eines historischen Berliner Denkmals von sogenannten Künstlern und Jugendlichen errichtet und dann gestürzt, also sinnbildlich zerstört.

Zu diesem Vorgang stellte unser Bezirksverordneter Joachim Nedderhut eine mündliche Anfrage (DS1271/VIII).
Laut Stadträtin Frau Witt ist solch ein Verhalten durch die Kunstfreiheit im Art. 5 des Grundgesetzes gedeckt.
Gewiß. Aber muß es dafür Fördergelder geben?
Denn anstatt Jugendlichen in unserem Bezirk die Bedeutung und den sorgsamen Umgang mit dem kulturellen Erbe Deutschlands und Europas zu vermitteln, wird hierdurch den jungen Menschen suggeriert, dass die Zerstörung des kulturellen Erbes erlaubt sei und gefeiert werden kann.

Kein Wunder, da sich dieser Frevel nahtlos in die bolschewistische Kulturbarbarei einreiht. Wieviel Kulturgüter wurden schon unter dem Zeichen von Hammer und Sichel, Zirkel und Ährenkranz geschändet und unwiderbringlich zerstört? Dieser Barbarei wird in MaHe vom linksdominierten Bezirksamt kein Einhalt geboten, im Gegenteil.
Anstatt diese sogenannten Künstler sich selbst zu überlassen, auf dass sie zu einer ehrbaren und ehrlichen Arbeit finden mögen, wurden sie für dieses „event“ mit 2500 € aus dem klammen Bezirkshaushalt alimentiert.

Liebe Bürger, so werden ihre Steuern verschwendet!

Die AfD bringt es an die Öffentlichkeit.

Erinnerung an den 17. Juni 1953

Im Jahr 2018 jährte sich zum 65. Mal der 17. Juni 1953, der Tag Volksaufstandes in der DDR. Anlaß für die Fraktion der AfD in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf von Berlin, eine Feierstunde zum Gedenken an die Helden des Volksaufstandes abzuhalten!
Ort der Veranstaltung war das Bauarbeiterdenkmal in der Marzahner Marchwitzastraße, der „Richtkranz“. Gern hätten wir einen anderen würdigen Ort in unserem Berliner Bezirk, der dem Anliegen des Gedenken an die Verbrechen des Kommunismus gerecht wird.
Leider hat unser Bezirk keinen solchen Ort.

Der „Richtkranz“ an der Allee der Kosmonauten/ Ecke Marchwitzastraße wurde zu Ehren der Marzahn errichtenden Bauarbeiter im Jahre 1979 eingeweiht.

Bauarbeiter, das ist unser Stichwort! Es waren Bauarbeiter, die am Morgen des 17. Juni gegen die menschenverachtende Politik der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) mutig aufbegehrten. So wählten wir diesen symbolträchtigen Ort für unsere Feierstunde. Denn die Helden waren Bauarbeiter!


Zur Erläuterung für die jungen Menschen, denen in den Schulen dieses Kapitel deutscher Geschichte nicht ausreichend nahegebracht wird:
Am 17. August kam es im kommunistischen Machtbereich Deutschlands wegen unerhört steigender  Ausbeutung zu Massenkundgebungen. Auslöser waren jüngste Erhöhungen der Arbeitsnormen.
Zuerst in Berlin auf den „Baustellen des Sozialismus“ der damaligen „Stalinallee“, im Laufe des Tages in ganz Ostberlin, später in der ganzen Stadt, also auch im damaligen Westberlin, kam es zu Arbeitsniederlegungen und Versammlungen.

Anfangs noch wurde nur die Zurücknahme der Arbeitsnormen gefordert, später auch der Rücktritt der „Pankower“ Regierung. Noch später wurden Rufe laut „Deutschland, einig Vaterland!“ (Die Spaltung des deutschen Vaterlandes lag kaum drei Jahre zurück).

Wie ein Lauffeuer breiteten sich im Laufe des Tages die Arbeitsniederlegungen und spontanen Kundgebungen aus. Sie griffen auf die ganze „Zone“ (DDR) über.
„Zone“ ist die verächtliche Bezeichnung für die sowjetisch besetzten Zone Deutschlands, für den sogenannten „Arbeiter- und Bauernstaat“, die verhaßte DDR.
Am späten Nachmittag kam es auch in den Westzonen zu Kundgebungen gegen die Besetzung Deutschlands durch die alliierten Truppen. Nun schritt in Ost-Berlin die sowjetische Besatzerarmee ein. Sie beendete die Proteste der Ost-Berliner mit nackter Gewalt. Angesichts der kurz nach Kriegsende noch nur zu gut bekannten sowjetischen Brutalität erlosch der Widerstand schnell.

Die „Sicherheitsorgane“ der DDR waren von dem Volksaufstand völlig überrascht. Im Laufe des Tages des 17. Juni hatten sie sich zurückgezogen. Volkspolizisten, vielleicht nichtsahnend auf dem morgendlichen Weg zum Dienst, bezahlten das verfehlte SED-Gesellschaftsexperiment des „Kommunismus auf deutschem Boden“, weil sie als Büttel des Regimes mißbraucht wurden.

Nachdem die Soldaten der sowjetischen Besatzungsarmee die Ruhe auf den Straßen mit Waffengewalt, also mit Panzern und Gewehren, durchgesetzt hatten, kamen die „Sicherheitsorgane“ der roten Machthaber aus ihren Löchern und Verstecken. Sie übten nun Rache an den „Rädelsführern“ der Aufstände.

Das ist die Geschichte des 17. Juni 1953!


In dem freiheitlichen Teil Deutschlands, der Bundesrepublik, wurden diese Ereignisse als das gewertet, was sie waren: der erste Volksaufstand im sojwetischen Machtbereich!
1956 folgte der Aufstand in Ungarn, 1968 in der CSSR, 1982 in Polen. Bis das kommunistische Machtsystem endlich so zerrüttet war, daß es in allen Ländern des sozialistischen Lagers, des „Ostblocks“, wie ein Kartenhaus zusammenbrach.

Die Bundesrepublik erklärte den 17. Juni zum „Tag des Volksaufstandes in der DDR“, der bis 1990 als Feiertag der deutschen Einheit begangen wurde.

Am 17. Juni 2018 also trafen sich auf Einladung der AfD-Fraktion der BVV etliche Bürger unseres Bezirks zu der Feierstunde. Der Bezirksverordnete Werner Wiemann hielt eine aufrüttelnde Rede. Sehen Sie sich diese Rede im Film an!

Teilnahme an der Feier zum Volkstrauertag der Biesdorfer Denkmalinitiative

Die „Biesdorfer Denkmalinitiative“ veranstaltete eine Feier zum Volkstrauertag an dem Kriegerdenkmal nahe der Biesdorfer Gnadenkirche. An dieser Feier nahmen auch Vertreter der AfD-Fraktion Marzahn-Hellersdorf und Biesdorfer Mitglieder der Partei „Alternative für Deutschland“ teil.
Herr Seeland von der Denkmalinitiative hielt folgende Rede:

Liebe Freunde und Familie!
Seid bedankt für Euer Erscheinen hier am Denkmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Biesdorfer.
Wie haben uns anläßlich des Volkstrauertages hier versammelt, um vor allem der gefallenen Soldaten beder Weltkriege zu gedenken und uns bewußt zu machen, welch ehrendes Andenken das Volk und somit auch wir den Gefallenen schuldig sind.
Unsere Obrigkeit wird wohl heute auch wieder ein pflichtgemäßes Gedenken veranstalten. Die gefallenen Soldaten werden dabei sicherlich wieder nicht gut wegkommen. Wenn man ihrer überhaupt gedenkt, so wird man sie wieder herabwürdigen
                         als verführte junge Männer,
                         als in den Krieg getriebene und verheizte Wesen.
Die Ehrenbezeichnung „Helden“ verweigert man ihnen gänzlich. Aber wer sind denn Helden, wenn sie es nicht gewesen sind? Etwa unsere Grünen-Abgeordneten, die regelmäßig deutsche Soldaten in Kriege schicken, die nun gar nichts mit der Verteidigung des Vaterlandes zu tun haben?
Anders war das bei unseren Vätern und Großvätern. Sie wußten mit Vaterlandsliebe und Vaterlandsverteidigung noch etwas anzufangen. Nicht wenige Herzen waren dafür zu begeistern. Und den Willen, dafür das Äußerste einzusetzen, sollten wir nicht gering schätzen.
Friedrich Schiller singt in seinem kühnen Reiterlied:
                       „und setzet ihr nicht das Leben ein,
                        nie wird euch das Leben gewonnen sein.“
Bekannt sind auch die Worte Jesu, mit denen er den Jüngern verdeutlicht, wie hoch Liebe und Leben stehen. Er sagt:
                      „Es gibt keine größere Liebe als die,
                       daß einer sein Leben gibt für die Freunde.“
Und weiter ist in der Bibel zu lesen vom Weizenkorn, das nicht in die Dornen fällt und verdorrt, sondern in die Erde kommt, dort vergeht und viel Frucht bringt.
Solch hochstehender Ethik, nach der man derart für das Gemeinwohl eintrat, gab es einmal in Deutschland (und andeswo) im kulturvollen Europa.
Den heutigen Mangel am Ruf nach persönlichem Einsatz sehe ich nicht (wie unsere vermeintlichen Pazifisten) als vermehrte Friedfertigkeit, sondern als ethisch-kulturelle Armseligkeit an.
Daher möchte ich abschließend nur noch mit dem Vers aus einem Reformationslied zusammenfassend ausrufen:
                     „Wach auf, wach auf du deutsches Land,
                       du hast genug geschlafen!“

Abschließend sangen die Teilnehmer das Lied „Der gute Kamerad“.

Bericht von der Kranzniederlegung am Volkstrauertag 2018

Unsere Fraktion lud zur Kranzniederlegung anläßlich des Volkstrauertages auf den Parkfriedhof Marzahn ein. Um 15.15 Uhr begann die Feierstunde.

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Joachim Nedderhut hielt eine Ansprache:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde!
Ich möchte Sie an diesem 18.November 2018 hier auf dem Parkfriedhof Marzahn ganz herzlich begrüßen. Anlass unserer Zusammenkunft ist der diesjährige Volkstrauertag. Dieser stille Gedenktag wurde nach dem 1. Weltkrieg vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge initiiert.
Nicht Heldenverehrung stand im Vordergrund, sondern die Solidarität mit den Angehörigen der Gefallenen. Gestatten Sie mir bitte einige erklärende Worte.
Wir, die Fraktion der Alternative für Deutschland ersuchen das Bezirksamt, gemeinsam mit der BVV alljährlich den Volkstrauertag mit einer schlichten Kranzniederlegung an einem würdigen Ort zu Ehren der Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewalt und als Mahnung zu begehen.

zum Abruf der Rede auf das Bild klicken. Länge 5.55 Minuten

So lautete ein Antrag der Fraktion der AFD in der rot dominierten Bezirksverordnetenversammlung MaHe. Anstatt klarer Zustimmung wurde der Antrag mit Unterstützung der Kartellparteien in den Kulturausschuss überwiesen, um nun auch die lt. Frau Pohle „demokratische Antifa“ in die beantragte schlichte Kranzniederlegung mit einzubeziehen.

Welch eine Verhöhnung der Toten, ihrer Angehörigen und Freunde sowie der demokratischen Bürger, unter den Stiefeln der roten Sturmabteilungen zu trauern!

Ja, der Volkstrauertag war und ist den Kommunisten suspekt und es wird von ihnen permanent versucht, aufrecht Trauernde als Rechtsextremisten zu diffamieren. Diese Kommunisten beschränken sich in ihrer Trauerkultur nur auf ausgewählte Opfergruppen der Nazis, wohlwissend eine gute Möglichkeit, eigene Verbrechen zu verharmlosen und von ihnen abzulenken.
Wir beziehen heute die zahllosen Opfer, die in den Lagern des NKDW und im Gulag ebenso wie die Mauertoten der Mauermörderpartei ein. Wir gedenken auch der Millionen deutscher Zivilisten, die nach Kriegsende bei den Zwangsvertreibungen durch die Kommunisten aus den Ostgebieten ums Leben kamen.
Unsere Trauer am heutigen Tag ist allumfassend!

Ein Gebinde wurde abgelegt.

Totengedenken 18.11.2018
Wir gedenken aller Opfer von Gewalt und Krieg, Kindern, Frauen und Männern.
Wir gedenken der Soldaten, die in Kriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft als Vertriebene oder Flüchtlinge ihr Leben verloren.
Wir gedenken derer, die getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen „Rasse“ zugeordnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als „lebensunwert“ bezeichnet wurde.
Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder ihrem Glauben festhielten.
Wir trauern um die Opfer der Kriege und der Bürgerkriege unserer Tage. Um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung. Um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte, die im Einsatz ihr Leben verloren.
Wir trauern um die Toten einer ungebremsten und unkontrollierten Massenmigration aus fremden Kulturen in unsere Heimat. Wir trauern um die Toten, deren Mörder infolge politischer Ignoranz und Behördenversagen nicht abgeschoben wurden. Unsere Gedanken sind bei den vergewaltigten Mädchen und Frauen, die Opfer offener Grenzen wurden und teilen ihren Schmerz.
Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten und leiden mit ihnen. Doch unser Leben steht im Zeichen der Versöhnung unter den Menschen und Völker und unsere Verantwortung gilt dem Frieden zwischen den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.
Das heutige Gedenken ist eine Mahnung für unseren Alltag. Eine Mahnung, dass nichts über die Freiheit und die Würde der Menschen gestellt werden darf. Das ist unsere Verpflichtung, auch gegenüber den Toten.



Die Anwesenden legten eine Schweigeminute ein.

0999/VIII – Fortsetzung des Trauerspiels um das Gedenken an die Mauertoten

Ergänzender Redebeitrag am 18.10.18 für den Antrag 0999/VIII – Schweigeminute zum Gedenken an die Mauertoten – vom 23.08.18 von Joachim Nedderhut

Joachim Nedderhut

Nachdem im Kulturausschuss der Antrag der AfD von den Vertretern der SPD, der Linken und der CDU gegen die Stimmen der AFD abgelehnt worden war, stand er am 18.10.2018 zur Abstimmung auf der Tagesordnung der BVV .

Überraschend brachte die CDU dort einen Änderungsantrag ein. Was unseren Redner, Herrn Nedderhut, aber nicht abhielt, noch einmal für seinen Ursprungsantrag zu werben. Mit den folgenden Worten:

Die BVV möge beschließen, anlässlich des Mauerbaus am 13.August 1961 jeweils die erste BVV Sitzung nach der Sommerpause mit einer Schweigeminute zu Ehren der Mauertoten zu beginnen.  Soweit der Ursprungsantrag 0999/VIII.
Wir wissen nicht wie Konrad Adenauer, Richard von Weizäcker oder Helmut Kohl, hier stellvertretend genannt für eine sehr große Anzahl von hervorragenden Persönlichkeiten der CDU, auf diesen Antrag reagiert hätten. Wir haben hier nur die meiner Meinung nach etwas diffusen Ausführungen des Herrn Hermann (CDU) zu diesem Antrag vernommen. Wer nicht mehr weiß, was er gesagt und wie er sich ausgedrückt hat, kann sich ja nochmal die Audiodatei anhören.
Eines scheint mir gewiß, Worte wie  „inflationär“ oder „Parlament des Schweigen“ wären den oben genannten ehrbaren Politkern der CDU im Zusammenhang mit einer geplanten Ehrung für die Mauertoten der SED Regimes nie über die Lippen gekommen.

Sind wir wirklich schon so weit, dass diese Opfergruppe aus der langen Liste von kommunistischen Mordtaten nur noch eine Randnotiz am Volkstrauertag sind? Ich meine nein!
Zumindest für einen Zeitraum von 30-50 Jahren muss ihrer, der Mauertoten, noch zwingend würdevoll und herausragend gedacht werden, denn solange, in Anlehnung an Wolfgang Staudte, „sind die Mörder noch unter uns“!
Ich bitte trotz der Ablehnung im Kulturausschuss um Ihre Zustimmung zu meinem Antrag.
Natürlich wurde der Antrag von den Kartellparteien abgelehnt. Die Linken sind ja mittlerweile sogar auf Bundesebene für die CDU ein möglicher Koalitionspartner.
Was werden die Angehörigen der „Mauertoten“ über das Verhalten von Rot2Schwarz denken?

Joachim Nedderhut