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Glosse über die Radfahrhysterie – von und mit Joachim Nedderhut

Ich bin Joachim Nedderhut, Mitglied der Fraktion der Alternative für Deutschland in der BVV von Marzahn-Hellersdorf

Wir haben in der BVV mit etlichen Anträgen oder Anfragen zum Thema Radfahren zu tun, auch der Senat ist intensiv, fast ausschließlich damit beschäftigt, zu unserem Wohl und zur Klimarettung der ganzen Welt, die Stadt in ein Radfahrparadies umzugestalten.

Die große Vision, die autofreie Stadt. Neben einem bisschen konservativen ÖPNV, findet jeder Verkehr mit dem Rad statt. Die Supermärkte werden mit Lastenfahrrädern beliefert, ob sich damit eine stabile Klopapierversorgung sichern lässt? Handwerker und Bauarbeiter transportieren ihre Werkzeuge und Baustoffe mit dem Rad. Glaubt mir es geht, die Geschichte hat uns gezeigt, dass selbst große Kirchen und Kathedralen in wenigen Jahrhunderten fertig wurden. Alle Bürger radeln nur noch, selbst der Einkaufstrip findet nicht mehr mit dem Rollator statt.

Und damit kommen wir zu einem Problem. Wie überzeuge ich die unwilligen Bürger, die einfach nicht radeln wollen?

Ganz einfach: 
Die vorhandene STVO wird für Radfahrer ausgesetzt, Motto: Freie Fahrt für „Freie Radler“! 

Der ehemalige Bürgersteig wird zur Radfahrübungspiste und zum Radschnellweg ausgebaut. Kleine Kollateralschäden insbesondere bei älteren Fußgängern sind zur Stabilisierung des Rentenbeitrages alternativlos eingeplant. 

Es klingt hart aber jeder tote Rentner entlastet die Rentenkassen. Handelt es sich etwa um ein neues Rentenkonzept von Rot/Grün?

Ampeln für Radfahrer werden abgeschafft (Motto: Freie Fahrt für „Freie Radler“), ehemalige Fahrspuren für Autos werden mit grüner oder blauer Farbe angestrichen und sind nun für Autos tabu, Parkplätze werden zu Begegnungszonen für queere Bürger und für Frauen auf dem Selbstfindungstrip umfunktioniert.

An Fußgängerüberwegen werden Sichtschneisen geschaffen, kein parkendes Auto darf mehr einen Radler zwingen seine Geschwindigkeit zu verringern,wenn er über einen Fußgängerüberweg rast.

Nur ein Beispiel von vielen, am Park und Ride Parkplatz, Wuhletal wurden 6 knappe Parkplätze ersatzlos geopfert und warum, ja klar: Nur freie Fahrt für „Freie Radler“
Also nicht schimpfen, viele Autofahrer haben 2016 ihr Elend selbst gewählt!