Der Rost nagt an unserer Infrastruktur!
Der Rost nagt an unserer Infrastruktur –
und das Bezirksamt sah lange weg!
Wird nun gehandelt?
Liebe Bürger!
Haben Sie auch das Gefühl, dass unsere Infrastruktur, gleich, ob Verwaltungsgebäude, Straßen, Brücken, Fuß- und Radwege, schneller zerbröseln, als Neubau, Instandsetzung und Reparaturen die Probleme beseitigen? Hier ein aktuelles Beispiel aus dem Bereich Fuß- und Radwege:
Im Jahr 1989 wurde mit der Verlängerung der U-Bahn nach Hönow auch der Bahnhof Wuhletal in Betrieb genommen. Für die Anbindung des südlichen Bereiches wurde ein Fuß- und Fahrradweg zum Dorf Kaulsdorf und eine Brücke über die Wuhle errichtet. Damals entstand eine Geländeranlage aus Stahlrohren zwischen dem Bahnhofsausgang, der Wuhlebrücke und dem Friedhof. Vor mehr als 20 Jahren bekam das Geländer noch einmal frische Farbe und seitdem nagt der Zahn der Zeit an der Anlage. In den Jahren sind die Rohre verrostet, einige schon abgerostet und die ganze Anlage ist hinfällig. Nach unserer Meinung ergeben sich Gefährdungen und Verletzungsgefahren für Fußgänger und Radfahrer.
Das Bezirksamt teilte auf unsere mündliche Anfrage zur Bezirksverordnetenversammlung am 22. Mai mit, dass das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) für die Unterhaltung zuständig ist (Drs. 2655/IX).
„Durch das SGA werden turnusmäßig Begehungen durchgeführt, bei denen u.a. auch die Geländer hinsichtlich ihres Zustands überprüft werden. Sollten sich dabei Sicherheitsmängel oder Gefahrenpotenziale zeigen, werden umgehend entsprechende Maßnahmen ergriffen. Rein optische Mängel bekommen keine oberste Priorität, es besteht per Gesetz auch keine Verpflichtung dazu.“
Sicherheitsmängel und Gefahrenpotentiale wurden lange nicht erkannt!
Wir sahen das anders und haben mit einer Kleinen Anfrage (KA 437/IX) am 11. Juni nachgehakt, das Bezirksamt mit den Bildern konfrontiert und nach den Plänen für einen anstehenden Ersatz gefragt. Die Antwort kam dann recht schnell am 7. Juli.
Angeblich ging das Bezirksamt zunächst von einem anderen Geländer aus. Am 16. Juni haben sich dann Mitarbeiter des Bezirksamtes über den Zustand vor Ort informiert.
Aus der Antwort des Bezirksamtes:
„Das Bezirksamt bewertet die auf den Fotos dargestellte Situation, insbesondere die abgerosteten und im Weg stehenden Metallrohre sowie die gelösten Verbindungen, als potenzielles Gefahrenpotenzial. Insbesondere für Kinder, sehbehinderte und ältere Menschen besteht ein erhöhtes Risiko für Unfälle oder Verletzungen. Deshalb wird die Situation als sicherheitsrelevant eingestuft, und es werden zeitnahe Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahrenquelle empfohlen und eingeleitet…
Eine zeitnahe Instandsetzung oder ein Austausch des Geländers wird empfohlen, um die Sicherheit der Nutzer dauerhaft zu gewährleisten. Eine sofortige Maßnahme zur Gefahrenabwehr wird bereits veranlasst.“
In den nächsten Jahren ist also auch nach Meinung des Bezirksamtes dringend ein Ersatz für die Anlage erforderlich und so hat unsere Fraktion zur Juli-Sitzung einen entsprechenden Antrag eingereicht:
Das Bezirksamt wird ersucht,
unverzüglich alle Sicherheitsmängel und Gefahrenpotentiale am Geländer zwischen dem südlichen Ausgang des Bahnhofes Wuhletal und der Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Wuhle zu beseitigen sowie in den nächsten Monaten ein Konzept für die Reparatur oder den Ersatz des Geländers zu entwickeln.
Wir bleiben am Thema und werden Sie über die weiteren Entwicklungen informieren!
Ihr
Rolf Keßler
