Podiumsdiskussion zum Thema Gedenken und Erinnerungskultur mit Schülern
Ende Dezember erhielt unsere Fraktion von einer Schule eine interessante Einladung:
„Am 27. Januar 2026 veranstaltet die Georg-Klingenberg-Schule erneut ihren Thementag zum „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“. An diesem Tag setzen sich alle Klassen in vielfältigen Formaten mit historischer Ausgrenzung, Verfolgung und Erinnerungskultur auseinander. Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler nachhaltig für die Bedeutung demokratischer Werte, für Mechanismen von Diskriminierung – damals wie heute – sowie für Verantwortung und Zivilcourage in unserer Gesellschaft zu sensibilisieren.
Für den 10. Jahrgang ist im Rahmen dieses Thementages eine besondere Diskussionsrunde geplant:
Die Jugendlichen erhalten die Möglichkeit, Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus dem Bezirk zum Thema „Gedenken und Erinnerungskultur“ zu interviewen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Fragen werden im Unterricht vorbereitet und orientieren sich an den Themen, die die Jugendlichen im Alltag bewegen.“
Gerne haben wir unsere Teilnahme zugesagt und als Vertreter unserer Fraktion konnte ich am 27. Januar Im Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide an einer interessanten Podiumsdiskussion mit etwa 150 Schülern der 10. Klassen der Klingenberg-Schule teilnehmen.
Auch die anderen, in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf vertretenen Parteien hatten Teilnehmer auf die Bühne geschickt:
Die Linke Bundestagsabgeordnete Gennburg
CDU Bezirksstadtrat Bley
SPD Bezirksstadtrat Lemm
Bü90/Grüne Pascal Grothe – Fraktionsvorsitzender in der BVV
Im Verlauf der Diskussion wurde mehrfach deutlich, dass die Vertreter von „unsere Demokratie“ als Entgegnung auf das Erstarken der AfD nur einfällt, dazu Parallelen mit der Machtergreifung der Nazis herbei zu phantasieren.
Nach der Diskussion hatte ich noch einige interessante Diskussionen. Neben einer Jugendlichen, die mir nur mal sagen wollte, dass sie meine Beiträge „voll Scheiße“ findet, aber nicht den Intellekt hatte, mit mir in eine sachliche Diskussion um konkrete Fakten zu gehen, wurde mir viel Zustimmung vermittelt.
Leider ist mir in den Gesprächen aufgefallen, dass vielen Jugendlichen nicht bekannt ist, dass sie als sechzehnjährige schon an der Wahl teilnehmen können. Das sollte den geneigten Lesern Anregung sein, die jungen Menschen in Ihrem Umfeld darauf hinzuweisen.
Die Aufzeichnung der Diskussion ist unter folgendem Link abrufbar
https://www.youtube.com/watch?v=DOswTA1Fefg
Rolf Keßler
