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Hass und Hetze in der BVV kommen von Links

Wortprotokoll von Redebeiträgen auf der Bezirksverordnetenversammlung am 27.05.2021

nachzuvollziehen unter:

https://www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/audio-mitschnitte/sitzungen-der-bvv-aus-dem-jahr-2021-1046797.php

https://www.youtube.com/watch?v=PJ6mZWD0NtM&t=69s

1. Zur Drucksache: 2645/VIII

Zum Baggersee in Biesdorf

Jens Pochandke, 20:17:35

Ja äh, vielen Dank Frau Vorsitzende,

Sehr geehrte Damen und Herren,

also ich denke, Frau Zivkovic hat hier völlig richtig gehandelt. Das Bezirksamt hat eben nicht nur die Aufgabe, alle möglichen Bespaßungs- und Entertainmentmaßnahmen durchzusetzen und sie hat auch eine Obhutspflicht gegenüber den Bürgern in Marzahn-Hellersdorf. Nun mag es Herrn Nickel von Neumann oder Herrn Tielebein völlig egal sein, welche Qualität deren Badewasser hat, aber sofern dann gesundheitliche Schäden eintreten, sind diese beiden Herren dann offenbar die ersten, welche Frau Zivkovic vorwerfen werden, sie würde dort nicht ordentliche Badebedingungen garantieren. Insofern, danke Frau Zivkovic und das war mein Beitrag.

Björn Tielebein (Ausschnitt), 20:18:30

Danke, Frau Vorsteherin,

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

also als allererstes – ich glaube Herrn Hermann ist es alles andere als recht, Beifall von Herrn Pochandke, einem offensichtlichen Rassisten, zu bekommen, der nichts anderes zu tun hat, als Schuld dort abzuladen, wo er sie immer ablädt.  Also an der Stelle, glaube ich, spreche ich auch für den Kollegen Hermann, dass wir dieser Art von Begründung … zurückweisen. An der Stelle – jetzt rede ich, Herr Pochandke, äh Herr Pachal – und über solche Fragen, über diese Art von Begründungen hier nicht diskutieren.

2. Drucksache: 2479/VIII

Bezirkliche Schulen als Lehr- und Bildungsorte zur Vermittlung von Schreib- und Sprachkompetenzen stärken und diese vor rein ideologischer Gendersprechverstümmelung schütze.

Sergej Henke, 21:02:56

Bin ich zu hören? Okay.

Sehr geehrte Frau Vorsteherin, verehrte Verordnete,

über dieses Thema lässt sich auf unterschiedliche Weise diskutieren. Der Begriff Gendern, der zur Zeit die Runde macht, lässt vermuten, dass das Gendern Bestandteil der Sprachwissenschaft sei und demnach von Sprachwissenschaft erfunden wurde. Dem ist nicht so. Das Gendern ist ein politisches Konstrukt, erfunden von linken Politikern. Das erkennt man daran, dass wie wenig durchdacht die meisten Genderformulierungen sind und wie wenig sie geeignet sind, von der Mehrheitsgesellschaft angenommen zu werden, was die Genderanhänger hartnäckig ignorieren. In der deutschen Sprache und in allen indogermanischen Sprachen ist der männliche Plural geschlechtsneutral. Er meint beide Geschlechter mit. (Stimme im Hintergrund von Herrn Dahler über Mikrofon „… germanistische Betrachtung“) Deshalb heißt es deshalb heißt es: „Frauen sind bessere Fahrer“ oder: „Der Wähler hat entschieden.“

Als eine Theologieprofessorin vor 2 Jahren den Wettbewerb unter den Vertretern ihrer Zunft in Deutschland gewann, stand auf ihre Ehrenurkunde in goldenen Lettern „Theologin des Jahres“. Sie bedankte sich spöttisch: „Danke, das ist ja ein umwerfendes Kompliment!“ Immerhin haben in Deutschland gerade einmal 12 Frauen einen Theologie-Professor. Solche Verehrungen findet man in den genderkorrekten Texten auf Schritt und Tritt. Im Grunde geschieht doch folgendes:

Die angeblich frauenunsensible Sprache wird durch die Männer diskriminierende Sprache ersetzt. Wenn ich höre, lieber Herr Lemm:  „Hausmeisterinnen“ oder wenn unsere geehrte Frau Bürgermeisterin sagt, die Soldatinnen sind noch da, möchte man Fragen, wo sind die Soldaten geblieben? Leben sie noch?

Verehrte Kolleginnen und Kollegen vom Bezirksamt, sie handeln unlogisch, wenn sie auf der einen Seite für eine einfache Sprache eintreten. Zum Beispiel im Hinblick auf die Migranten, die mit Mühe und Not versuchen, die schwere deutsche Sprache zu lernen und auf der anderen Seite machen sie es ihnen durch ihre Gender-Erfindungen noch schwerer. Und das trotz der klaren Ablehnung solcher Neuerungen durch den internationalen Rat für Deutsche Rechtschreibung. Ich streite keineswegs die Notwendigkeit einer Geschlechter…. einer geschlechtersensiblen Ausdrucksweise ab. Aber sollte man nicht zuerst eine solche Sprache entwickeln, bevor man den Kindern unausgegorene Phantasie-Vokabeln um die Ohren schlägt? Die doch erst dabei sind, ihr Sprachgefühl zu entwickeln. In einem kürzlich veröffentlichten Essay thematisiert Professor Peter Graf von Kielmansegg die Ambivalenz der Moderne. Ein Merkmal dieser Ambivalenz sei die fortschreitende Individualisierung oder wie sich Kielmansegg äußert: Die Intronisierung des autonomen Individuums, welches auf sich selbst fixiert ist. Eine solche Fixierung hat ihren Preis. Kielmansegg macht das unter anderem an unserem an unserem Umgang mit Kindern fest. Unsere Gesellschaft biete – schreibt er – keinen gesicherten Raum für das Kind und die Kindheit. Er verweist auf die wachsende Zahl derer, in deren Lebensplanung für für Kinder kein Platz ist. Auf die große Schar Kinder, die ohne Geschwister aufwachsen, weil die Eltern sich so entschieden haben. Auch die Alleinerziehenden, die allein erziehen, nicht weil ein Schicksalsschlag es so gewollt hat, sondern weil sie es so wollen und schließlich auf die Abtreibungen in großer Zahl. Sein Fazit lautet: Unser Umgang mit Kindern, werde von den Vorstellungen der Erwachsenen und nicht von den Bedürfnissen der Kinder besteht. Seit 2018 gibt es für Berlins Kitas eine Handreichung mit dem Titel „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik“. Das Hauptkapitel lautet: „Geschlechtervielfalt – von der Zweigeschlechtlichkeit zu vervielfältigen von Geschlecht. Wenn man bedenkt, dass die Adressaten dieser Pädagogik Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren sind, kann man das nur als Beweis für Kielmansegg´s  These werten, das auf sich selbst fixierte Individuum nicht nur durch die Natur zerstört, sondern inzwischen auch selbst Schaden genommen hat. Parlamentarische Anträge von CDU FDP und AfD, die Verbreitung der Handreichung zu stoppen und über die Schule zurück zu ziehen, wurden in der Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhaus vom 17. Mai 2018 mit der parlamentarischen Mehrheit der Regierungskoalition abgelehnt.

Verehrte Kolleginnen und Kollegen, von den sogenannten etablierten Parteien. Machen sie unsere Kinder ist zum Opfer ihre ideologischen Konzepte. Mehr Wähler wird ihnen das nicht bringen, eher umgekehrt. Inklusionsgedanken der geschilderten Art, die auch in den Kitas unseres Bezirkes zur Pflicht gemacht werden soll, lehnt meine Fraktion aus den genannten Gründen entschieden ab.

Vielen Dank.

Frau Lehmann (Ausschnitt), 21:17:44

Schönen Guten Abend, verehrter Herr Vorsteher,

ich hoffe man kann mich hören? Kann ich ein kurzes ja oder nein? Perfekt, ist mein erster Redebeitrag heute Abend.

Also verehrter Vorsteher, verehrte Mitverordnete,

ich versuche ein bisschen kürzer zu machen als mein Vorredner, dem ich in allen Punkten recht gebe, andererseits mein Vorredner wollte die Aufregung aus der Debatte rausnehmen. Angesichts der Rede von Herrn Doktor Henke muss ich mich jetzt aber mal ein bisschen aufregen. Also Herr Doktor Henke, Herzlichen Glückwunsch! Sie haben angesichts dieses Themas in wirklich jede antifeministische, sexistische und sogar rassistische Kerbe geschlagen, die man sich da nur entfernt mit gedanklich in Zusammenhang bringen kann. Also diese Rede war so voll von, ja Anti-Progress, wie sagt man denn, Anti-Fortschritt, Sexismus Ausgrenzung von Diskriminierten, ich weiß nicht ob da, ob da, irgendeine, weiß nicht, ob das, ob es ein Problem mit einer Art Scheuklappen ist, dass sie, dass sie über, über einen bestimmten Horizont nicht hinausschauen können, weil sie eben von dieser Art von Diskriminierung und Ausgrenzung sprachlich so nie betroffen waren, Herrn Doktor Henke. Aber es ist, also, erst einmal, also das Problem mit der Migration sorry, aber, das ist, das ist doch wirklich absolut geheuchelt, gerade bei jemanden aus ihrer Partei, da jetzt als Argument den Schutz von Menschen mit Migrationshintergrund anzuführen, sorry, also das sind Menschen die sind intelligent wie sie und ich und die sind genauso fähig eine Sprache zu lernen wie sie und ich und sie und ich sind genauso fähig auch das Gendern, auch die geschlechtergerechte Sprache in einer Fremdsprache zu lernen. Ja, das ist auch nichts weiter als ein grammatischer Kniff, also diese Intelligenz würde ich darum bitten, dass sie dass sie die schon irgendwie allen Menschen zumuten, die eine Sprache lernen.


Da fragt man sich, was an der Äußerung von Herrn Pochandke „rassistisch“ sein soll?

Oder die Äußerung von Frau Lehmann. Es ist einfach eine erbärmliche Schande, Herrn Dr. Henke vorzuwerfen, er wisse nicht, was Ausgrenzung und Diskriminierung ist. Herr Dr. Henke hat das als Russlanddeutscher auf schlimmste Weise erfahren.

Diese Äußerung ist auch nicht mit „jungendlicher Aufgeregtheit“ zu entschuldigen. Diese Äußerung fordert Entschuldigung! Das ist jedoch von einer linkideologisch aufgepushten Bezirksverordneten nicht zu erwarten. Schämen Sie sich, Frau Lehmann!

Und immer wieder, auf jeder Bezirksverordnetenversammlung, kommen wie bestellt aus der Linken Ecke, insbesondere von Herrn Dahler und Herrn Tielebein die Anspielungen im Sinne von „Wir als demokratische Parteien …“ – womit natürlich die AfD ausgegrenzt werden soll. Aber unsere Fraktion wurde nunmal demokratisch aufgestellt und demokratisch gewählt!

Betrachten wir jdoch einmal die Organisationen, denen diese Herren angehör(t)en, wird klar, dass deren Demokratieverständnis gefahrlich fragwürdig ist. Wie war das doch gleich mit „Wahlen“ und „Meinungsfreiheit“ im SED-Regime? Schon vergessen?