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„Unser Hostel“

In der Allee der Kosmonauten Nr. 32 befindet sich ein Hostel, wir berichteten in unserem Rundbrief Nr.3.
Hier die entsprechende Stelle:

„Ende April erfuhren wir in einem Ausschuss von unsäglichen Zuständen in einem Hostel, Allee
der Kosmonauten 32. Der Sachvortrag war so ehrlich, dass sogar die politische Korrektheit vergessen wurde. Kurz: Die Häuser AdK 32 und 33 sind im Besitz eines Herrn Attatütü (oder so), er wurde im Folgenden als „der Türke“ bezeichnet. Dieser Herr überließ das Haus AdK 32 einer Gruppe, „die Pakistanis“ genannt, zur Betreibung eines Hostels. Dort ging es drunter und drüber. Ein Hostel war es schon mal gar nicht, denn die Bewohner lebten dauerhaft mit eigenen Möbeln dort. Alles, die Gänge, Nebenräume, auch der Außenbereich wurden restlos vermüllt. Die Angaben über die Anzahl der Bewohnerzahl schwanken. Sie liegt irgendwo zwischen 40 und 140, doch genau weiß es niemand. Jedenfalls sei eine Menge Kinder darunter. Information war nur durch eine Begehung möglich, und diese nur unter Polizeischutz.
Brandschutz? Hygiene? Nun ja.
Unser Bezirk hat nun seinen eigenen Hotspot. Die Bewohner sind ausländische Leistungsempfänger von Sozialämtern verschiedener Bezirke, dem Vernehmen nach zumeist Tempelhof-Schöneberg.
Das Haus wird geräumt, Besitzer und Betreiber streiten sich vor Gericht, das Wasser ist
schon abgestellt. Das Bezirksamt berichtet, die lokale Presse nicht.
Wir bleiben dran.“

Und wir sind dran!
In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Soziales und Stadtteilarbeit war zu erfahren, daß bei der Räumung Fortschritte zu verzeichnen sind. Dieser Hotspot sei „ausgetrocknet“, und zwar in doppeltem Wortsinn. Ein Gericht bestätigte die Rechtmäßigkeit der Wasserabstellung. Man behilft sich jetzt mit Tankwagen und Dixi-Klos.
Die andere Austrocknung ist finanzieller Art. In dem Hostel wohnen keine Leistungsberechtigten des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf.
Das Gewerbeaufsichtsamt prüft Verstöße gegen die Gewerbeordnung und die Kriminalpolizei ist auch schon dran.
Leider ist von diesen unerfreulich-erfreulichen Nachrichten nichts in unseren Zeitungen zu lesen. Vielleicht hilft dieser Artikel der Lokalpresse bei ihren Recherchen.